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<title>Diglossie</title>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p>Die <b>Diglossie</b> (<span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Neugriechische_Sprache" title="Neugriechische Sprache">griechisch</a></span> <span lang="el-Grek" class="Grek" style="font-style:normal">διγλωσσία</span> <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261937631">
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</style><span class="Latn" lang="el-Latn" style="font-weight:normal;font-style:italic">diglossía</span>, deutsch <span lang="de" style="font-style:normal;font-weight:normal">‚Zweisprachigkeit‘</span>) ist eine besondere Form der <a href="Bilingualismus" title="Bilingualismus">Zweisprachigkeit</a>, bei der die Sprachen einen ungleichen Status haben.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Begriff">Begriff</h2></div>
<p>Diglossie beschreibt die Zweisprachigkeit einer ganzen Gesellschaft, bei der es eine klare funktionale Differenzierung zwischen zwei <a href="Soziolekt" title="Soziolekt">sozial unterschiedlich</a> gewerteten <a href="Variet%C3%A4t_(Linguistik)" title="Varietät (Linguistik)">Sprachvarietäten</a> gibt. Meist sind es Varietäten derselben Sprache. Insbesondere wird so die Koexistenz von <a href="Dialekt" title="Dialekt">Dialekt</a> und <a href="Standardsprache" title="Standardsprache">Standardsprache</a> oder von gesprochener <a href="Volkssprache" title="Volkssprache">Volkssprache</a> zur geschriebenen Hochsprache bezeichnet.
</p><p>Im Regelfall verfügen alle Sprecher einer solchen Gemeinschaft über die Fähigkeit, in denselben zwei (oder auch mehr) Varietäten (bzw. <a href="Einzelsprache" title="Einzelsprache">Einzelsprachen</a>) zu kommunizieren, verwenden aber die eine und die andere nur in bestimmten Situationen, beispielsweise die eine Varietät (meist als <i>L</i> für englisch <i><span lang="en">low</span></i> ‚niedrig‘ bezeichnet) in familiären <a href="Alltagsgespr%C3%A4ch" title="Alltagsgespräch">Alltagsgesprächen</a> und <a href="Talkshow" title="Talkshow">Talkshows</a>, die andere (<i>H</i> für englisch <i><span lang="en">high</span></i> ‚hoch‘) in Ausbildung und Beruf, gegenüber Ämtern und im öffentlichen Raum. Es ergibt sich eine funktionale Spezialisierung des Sprachvermögens. Die Lebensbereiche, in denen die Sprachen oder Varietäten jeweils verwendet werden, nennt man <a href="Sprachdom%C3%A4ne" title="Sprachdomäne">Domänen</a>.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In der <a href="Deutschschweiz" title="Deutschschweiz">Deutschschweiz</a> zum Beispiel werden die jeweiligen lokalen Dialekte und die <a href="Standarddeutsch" title="Standarddeutsch">deutsche Standardsprache</a> (das „Hochdeutsche“) nicht als <a href="Dialekt-Standard-Kontinuum" title="Dialekt-Standard-Kontinuum">Dialekt-Standard-Kontinuum</a> verwendet, sondern man trennt die beiden <a href="Variet%C3%A4t_(Linguistik)" title="Varietät (Linguistik)">Sprachvarietäten</a> und wechselt je nach Situation von der einen in die andere. So wird in den lokalen Fernseh- und Radiosendern für das alltägliche Begleit- und Unterhaltungsprogramm fast durchgehend Dialekt gesprochen (dabei kann es vorkommen, dass einzelne Sprecher kein Schweizerdeutsch sprechen, es aber verstehen und die Sendung dennoch auf Schweizerdeutsch abgehalten wird), während die Nachrichtensendungen (wie auch der Kultursender SRF2) sowie Printmedien und (Schul-)Bücher Hochdeutsch verwenden. Unterrichtssprache ist an mittleren und höheren Schulen Hochdeutsch (an Universitäten daneben auch Englisch); schulisch-administrative Belange werden jedoch oft auf Schweizerdeutsch besprochen. In den <a href="Kindergarten#Schweiz" title="Kindergarten">Kindergärten</a> wird normalerweise Schweizerdeutsch gesprochen, in einzelnen Kantonen ist dies gesetzlich vorgeschrieben.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Eine ähnliche Situation existiert auch in <a href="Luxemburg" title="Luxemburg">Luxemburg</a> mit der Nationalsprache <a href="Luxemburgische_Sprache" title="Luxemburgische Sprache">Lëtzebuergesch</a> in Beziehung zu einer Amtssprache, der <a href="Standarddeutsch" title="Standarddeutsch">deutschen Hochsprache</a>. Die andere Amtssprache ist <a href="Franz%C3%B6sische_Sprache" title="Französische Sprache">Französisch</a>. Der luxemburgischen Nationalsprache wird international meist der Status eines <a href="Ausbaudialekt" class="mw-redirect" title="Ausbaudialekt">Ausbaudialekts</a> zugeschrieben. Luxemburgisch wird von den meisten Luxemburgern als Muttersprache gesprochen, auch z.&nbsp;B. im nationalen Fernsehen und Radio wird es benutzt. Als Schreibsprache wird dagegen mehrheitlich <a href="Deutsche_Sprache" title="Deutsche Sprache">Deutsch</a> verwendet, in kleinerem, aber signifikantem Umfang Französisch. So verwenden die meisten und die größten Printmedien, aber auch die (Schul-)Bücher, und teilweise die elektronischen Medien im Großherzogtum Standarddeutsch.
</p><p><a href="Entdiglossierung" title="Entdiglossierung">Entdiglossierung</a> bezeichnet das Verschwinden der Diglossie, wie es beispielsweise in <a href="Norddeutschland" title="Norddeutschland">Norddeutschland</a> geschieht. Vom 16. bis in das 20.&nbsp;Jahrhundert herrschte dort eine Diglossie mit Standarddeutsch als Schriftsprache und Sprache des amtlichen Gebrauchs und <a href="Niederdeutsche_Sprache" title="Niederdeutsche Sprache">Plattdeutsch</a> als allgemeine Umgangssprache. Seit dem 20.&nbsp;Jahrhundert setzt sich dort allerdings Standarddeutsch als Sprache in allen sozialen Bereichen durch. Dieser Prozess ist für die jüngeren Generationen weitgehend abgeschlossen, in den älteren Generationen bestehen teilweise weiter diglossische Verhältnisse.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Begriffsgeschichte">Begriffsgeschichte</h2></div>
<p>Der Terminus (<a href="Franz%C3%B6sische_Sprache" title="Französische Sprache">franz.</a> <i><span lang="fr">diglossie</span></i>) wurde von <a href="Ioannis_Psycharis" title="Ioannis Psycharis">Ioannis Psycharis</a> (französisiert <span lang="fr">Jean Psichari</span>) 1885 für die damalige Sprachsituation in <a href="Griechenland" title="Griechenland">Griechenland</a> geprägt, wo bis in die 1970er-Jahre zwei Varietäten des Griechischen, die (gelehrtere und meist geschriebene) <a href="Katharevousa" title="Katharevousa">Katharevousa</a> und die (muttersprachlich gesprochene) <a href="Dimotiki" title="Dimotiki">Dimotiki</a> nebeneinander gebraucht wurden.
</p><p>William Marçais bezog den Terminus auf die <a href="Arabische_Sprache" title="Arabische Sprache">arabischsprachigen</a> Länder, in denen die jeweiligen <a href="Arabische_Dialekte" title="Arabische Dialekte">nationalen Varietäten</a> des Arabischen neben dem <a href="Hocharabisch" class="mw-redirect" title="Hocharabisch">Hocharabischen</a> stehen.
</p><p><a href="Charles_A._Ferguson" title="Charles A. Ferguson">Charles A. Ferguson</a> schließlich stellte in seinem berühmten Aufsatz <i><span lang="en">Diglossia</span></i> von 1959 neben den griechischen und arabischen Sprachraum auch den <a href="Deutschschweiz" title="Deutschschweiz">deutschschweizerischen</a> (<a href="Standarddeutsch" title="Standarddeutsch">Standarddeutsch</a> und <a href="Schweizerdeutsch" title="Schweizerdeutsch">Schweizerdeutsch</a>) und <a href="Haiti" title="Haiti">haitianischen</a> (<a href="Franz%C3%B6sische_Sprache" title="Französische Sprache">Standardfranzösisch</a> und <a href="Haitianisch-Kreolisch" title="Haitianisch-Kreolisch">Kreolisch</a>).
</p><p><a href="Joshua_Fishman" title="Joshua Fishman">Joshua Fishman</a> erweiterte das Konzept 1967 <i>(<span lang="en">extended diglossia</span>):</i> seines Erachtens sollten auch diglossische Situationen, in denen die Sprachen nicht miteinander verwandt sind (beispielsweise <a href="Hindi" title="Hindi">Hindi</a> und <a href="Tamil" title="Tamil">Tamil</a> in <a href="Tamil_Nadu" title="Tamil Nadu">Tamil Nadu</a>, <a href="Indien" title="Indien">Indien</a>), als echte Diglossie gelten. In dieser Frage herrscht unter (<a href="Soziolinguistik" title="Soziolinguistik">Sozio</a>-)<a href="Sprachwissenschaft" title="Sprachwissenschaft">Linguisten</a> Uneinigkeit.
</p><p>1981 empfahl Gottfried Kolde für die deutschsprachige Schweiz den Terminus <i>mediale Diglossie</i> zu verwenden, da sich hier im Laufe der Zeit die Funktionsaufteilung von Dialekt und Standardsprache geändert hatte und in den meisten Fällen das Medium die Wahl der Varietät bestimmt.
</p><p>In einer allgemeineren Fassung des Begriffes werden bisweilen sogar alle kommunikativen Situationen als <i>diglossisch</i> bezeichnet, in denen zwei oder mehrere Sprachvarietäten den unterschiedlichen funktionalen Sprachkontext berücksichtigen; in diesem Sinne umfasst Diglossie auch die Verwendung verschiedener <a href="Sprachebene" title="Sprachebene">Sprachregister</a> und <a href="Soziolekt" title="Soziolekt">Soziolekte</a> in einer Sprachgemeinschaft.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Diglossie_versus_Standard-Dialekt-Kontinuum">Diglossie versus Standard-Dialekt-Kontinuum</h2></div>
<p>Diglossie ähnelt auf den ersten Blick der Situation für Dialektsprecher: Der <a href="Dialekt" title="Dialekt">Dialekt</a> wird häufig ausschließlich mündlich verwendet, und zwar lokal und funktional begrenzt (vor allem in informellen Kontexten). Für formelle Kommunikationssituationen außerhalb der Familie und des (lokalen) Freundeskreises wird eine <a href="Standardsprache" title="Standardsprache">Standardsprache</a> verwendet oder eine Varietät der Standardsprache, die dieser sehr nahekommt, aber regional gefärbt ist (<a href="Regionalsprache" title="Regionalsprache">Regionalsprache</a> oder <a href="Regiolekt" title="Regiolekt">Regiolekt</a>). Da aber beispielsweise im deutschen Sprachraum der Bundesrepublik Deutschland die Dialektsprecher immer weniger werden und inzwischen viele Menschen keinen Dialekt mehr sprechen, kann die Standardsprache auch in all jenen Situationen benutzt werden, in denen sonst der Dialekt vorherrscht(e) – im Gegensatz zu einer echten Diglossie wie in der <a href="Deutschschweiz" title="Deutschschweiz">Deutschschweiz</a>, in den meisten Regionen von <a href="%C3%96sterreich" title="Österreich">Österreich</a>, in vielen ländlichen Regionen in <a href="Altbayern" title="Altbayern">Altbayern</a>, oder in <a href="Luxemburg" title="Luxemburg">Luxemburg</a>, wo die Einheimischen in Alltagssituationen (fast) ausschließlich ihre Dialekte sprechen und der mündliche Gebrauch der Standardsprache unüblich ist.
</p><p>Hinzu kommt, dass vielerorts Sprachmischungen aus <a href="Ortsdialekt" title="Ortsdialekt">Ortsdialekt</a> (=&nbsp;L), Regionalsprache oder Regiolekt und Standardsprache (=&nbsp;H) entstanden sind. In einer echt diglossischen Situation sind die Grenzen niemals fließend. Im Gegensatz dazu existieren beim <a href="Dialekt-Standard-Kontinuum" title="Dialekt-Standard-Kontinuum">Dialekt-Standard-Kontinuum</a> immer „Graustufen“, die selbst da, wo sie wenig genutzt werden, von den Sprechern als „richtig“ empfunden werden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Sprachgemeinschaften_mit_Diglossie">Sprachgemeinschaften mit Diglossie</h2></div>
<p>Außer den vier von Ferguson genannten Diglossie-Fällen (damaliges Griechenland, Deutschschweiz, arabische Länder, Haiti) wurde für eine Reihe weiterer Sprachgemeinschaften postuliert, dass in ihnen Diglossie herrsche.
</p><p>Ähnlich wie in der Schweiz gibt es in <a href="S%C3%BCdtirol" title="Südtirol">Südtirol</a> einen Diglossie-Fall. Die Mundart wird im Umgang mit allen Südtiroler Mundartsprechern verwendet, sei es im Beruf oder im Privatleben. Einzig in der Schule und im Fernsehen wird Hochdeutsch gesprochen. Südtiroler wechseln im Normalfall ins Hochdeutsche, wenn sie mit einer Person sprechen, für die die <a href="Dialekte_in_Tirol" title="Dialekte in Tirol">Südtiroler Mundart</a> nur schwer oder überhaupt nicht verständlich ist.
</p><p>Darunter ist auch die Sprachsituation der <a href="Kiewer_Rus" title="Kiewer Rus">Kiewer Rus</a>, auf die <a href="Boris_Andrejewitsch_Uspenski" title="Boris Andrejewitsch Uspenski">Boris Andrejewitsch Uspenski</a> das Diglossie-Konzept 1983 anwandte: Demnach wurde dort das <a href="Kirchenslawisch" title="Kirchenslawisch">Kirchenslawische</a> als H neben dem <a href="Altostslawische_Sprache" title="Altostslawische Sprache">Altostslawischen</a> als L verwendet.
</p><p>Auch in ostasiatischen Gesellschaften war in gebildeten Schichten lange Zeit das Phänomen der Diglossie zu beobachten, dies jedoch wahrscheinlich nicht auf der Ebene der <a href="Gesprochene_Sprache" title="Gesprochene Sprache">gesprochenen Sprache</a>. Das <a href="Klassisches_Chinesisch" title="Klassisches Chinesisch">klassische Chinesisch</a> diente über China hinaus auch in Korea, Japan und Vietnam als universelle Schriftsprache, da bei diesen Gesellschaften zunächst noch keine eigenen Schriftsysteme vorhanden waren. Darüber hinaus diente das Chinesische als Träger der gemeinsamen <a href="Buddhismus" title="Buddhismus">buddhistischen</a> und <a href="Konfuzianismus" title="Konfuzianismus">konfuzianischen</a> Tradition.
</p><p>An der Grenze dieses Phänomens ist die Sprachsituation in <a href="Tschechien" title="Tschechien">Tschechien</a>. Die gesprochene <a href="Tschechische_Sprache" title="Tschechische Sprache">tschechische Sprache</a> unterscheidet sich deutlich von der vor allem in Medien verwendeten Schriftsprache. Die tschechische Schriftsprache basiert auf der <a href="Kralitzer_Bibel" title="Kralitzer Bibel">Kralitzer Bibel</a> aus dem 16. Jahrhundert (Mitteltschechisch), während sich die <a href="Umgangssprache" title="Umgangssprache">Umgangssprache</a> aus dem mittelböhmischen Dialekt entwickelte. Diese Diskontinuität wurde verursacht durch die <a href="Germanisierung" title="Germanisierung">Germanisierung</a> nach der <a href="Schlacht_am_Wei%C3%9Fen_Berg" title="Schlacht am Weißen Berg">Schlacht am Weißen Berg</a> (1620), in deren Folge die böhmischen Länder dauerhaft bis 1918 zum habsburgischen Herrschaftsbereich gehörten und Tschechen und Deutsche hier ihre gemeinsame Heimat hatten. In dieser Zeit wurde Tschechisch fast nur noch von Bauern in den sprichwörtlichen „<a href="B%C3%B6hmisches_Dorf" title="Böhmisches Dorf">böhmischen Dörfern</a>“ gesprochen, während die Sprache der Gebildeten und der Städter Deutsch war. Am Ende des 18. bis Anfang des 19.&nbsp;Jahrhunderts entstand unter Führung von <a href="Josef_Dobrovsk%C3%BD" title="Josef Dobrovský">Josef Dobrovský</a> und <a href="Josef_Jungmann" title="Josef Jungmann">Josef Jungmann</a> die tschechische <a href="Tschechien#Nationale_Wiedergeburt_der_Tschechen" title="Tschechien">Wiedergeburtsbewegung</a>, die wieder eine tschechische Schriftsprache schaffen wollte und dabei eben an die Tradition vor dem 17.&nbsp;Jahrhundert anknüpfte.
</p><p>Ebenfalls in einer diglossischen Situation leben viele Einwanderer, vor allem der zweiten Generation, in Westeuropa. In Frankreich werden sie, sofern sie <a href="Maghreb" title="Maghreb">maghrebinischer</a> (und somit meist <a href="Arabische_Sprache" title="Arabische Sprache">arabischsprachiger</a>) Herkunft sind, <a href="Beur" title="Beur">Beurs</a> (ein <a href="Verlan" title="Verlan">Verlan</a>-Ausdruck für Araber) genannt. In der Schweiz werden sie – unabhängig ihrer Herkunft – <a href="Secondo" title="Secondo">Secondos</a> genannt – benannt nach den ersten, die <a href="Italien" title="Italien">italienischer</a> Herkunft waren. Weil die Elterngeneration die Landessprache nur schlecht oder überhaupt nicht beherrscht, trennen Jugendliche und Kinder ihr Kommunikationsverhalten zwischen dem äußeren landessprachlichen und dem familieninternen Bereich auf, wobei es in der Kommunikation unter den Jugendlichen selbst oft zu sprachlichen Durchmischungen kommt.
</p><p>Die <a href="Romanische_Sprachen" title="Romanische Sprachen">romanischen Sprachen</a> entwickelten sich erst zu eigenständigen Sprachen, nachdem <a href="Latein" title="Latein">Latein</a> nach dem <a href="Untergang_des_R%C3%B6mischen_Reiches" title="Untergang des Römischen Reiches">Untergang des Römischen Reiches</a> nicht mehr gesprochen wurde.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Deutschschweiz_–_Diglossie_oder_Bilingualismus?"><span id="Deutschschweiz_.E2.80.93_Diglossie_oder_Bilingualismus.3F"></span>Deutschschweiz – Diglossie oder Bilingualismus?</h2></div>
<p>Seit vielen Jahrzehnten diskutiert die Sprachwissenschaft über die Frage, ob Standarddeutsch für Deutschschweizer nun eine Fremdsprache sei oder nicht. Die sich damit thematisch befassenden Experten sind, vereinfacht gesagt, in zwei Lager aufgeteilt: Diejenigen, welche die schweizerdeutschen Dialekte für eine Varietät einer gemeindeutschen Sprache, also nicht für eine eigenständige Sprache halten, und diejenigen, welche den schweizerdeutschen Dialekten so viel sprachliche Eigentümlichkeit und/oder Ausgebautheit attestieren, dass im Gegenzug Standarddeutsch eher als Fremdsprache zu betrachten sei. Während erstere sich in der Regel dafür entscheiden, die schweizerische Sprachsituation anhand des Diglossie-Modells zu beschreiben, halten letztere die Beschreibung des deutschschweizerischen Sprachzustands anhand des <a href="Bilingualismus" title="Bilingualismus">Bilingualismus</a>-Modells meist für angemessener.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Argumente_in_der_Tendenz_für_Diglossie"><span id="Argumente_in_der_Tendenz_f.C3.BCr_Diglossie"></span>Argumente in der Tendenz für Diglossie</h3></div>
<p>Für <a href="Beat_Siebenhaar" title="Beat Siebenhaar">Beat Siebenhaar</a> und Alfred Wyler scheint ganz klar zu sein, dass die deutschsprachige Schweiz als digloss gilt: „Die Sprachsituation der Deutschschweiz entspricht somit dem Muster der <i>Diglossie:</i> In einer Sprachgemeinschaft werden zwei Formen der gleichen Sprache verwendet, eine hochsprachliche und eine volkssprachliche, und jede Sprachform hat unterschiedliche Geltungsbereiche. Dabei sind die Sprachformen immer deutlich voneinander unterschieden, Misch- und Übergangsformen gibt es kaum.“<sup id="cite_ref-Siebenhaar_4-0" class="reference"><a href="#cite_note-Siebenhaar-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dem Standarddeutschen Fremdsprachencharakter zuzuschreiben lehnen sie klar ab: „Die Unterschiede zwischen den schweizerdeutschen Dialekten und der Hochsprache sind vor allem in der Lautung, aber auch in den grammatischen Formen derart groß, dass immer wieder behauptet wird, die Hochsprache sei für Schweizer eine Fremdsprache, die sie in der Schule erst mühsam erlernen müssten, während die Deutschen sie von allem Anfang an beherrschten. Diese Meinung ist jedoch falsch. Auch in Deutschland müssen sich die Kinder in der Schule im Gebrauch der schriftnahen Hochsprache üben, selbst dort, wo die Umgangssprache nur einen kleinen Abstand zur Hochsprache hat. Überdies lässt die enge Verwandtschaft zwischen den beiden Sprachformen kaum zu, das Schweizerdeutsche als selbständige Sprache zu bezeichnen, trotz lautlicher Unterschiede, welche die Verständigung durchaus in Frage stellen. Die Gemeinsamkeiten im <a href="Wortschatz" title="Wortschatz">Wortschatz</a> und in der Syntax sind zudem viel größer als zwischen dem Deutschen und nahe verwandten Fremdsprachen wie etwa dem Niederländischen oder dem Englischen.“<sup id="cite_ref-Siebenhaar_4-1" class="reference"><a href="#cite_note-Siebenhaar-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Siebenhaar fügt dem hinzu, dass zwar eine Tendenz zur medialen Diglossie bestehe, diese aber nur für den Nähebereich zutreffe (vgl. Siebenhaar 03).
</p><p>Auch Peter Sieber und <a href="Horst_Sitta" title="Horst Sitta">Horst Sitta</a> (1986: 33&nbsp;f) sind gegen eine Kategorisierung als Fremdsprache. Obwohl sie der Ansicht sind, dass die Frage, ob Standarddeutsch als Fremdsprache zu bezeichnen ist, letztlich eine politische und keine linguistische Frage sei, plädieren sie dafür, die Standardsprache nicht als Fremdsprache zu bezeichnen, vor allem deshalb, weil die Standardsprache im schriftlichen Bereich einen klar festen Platz hat. Darüber hinaus sei es aus Sicht der angewandten Linguistik sehr ratsam, diesem Gedankengebilde, wonach Standarddeutsch eine Fremdsprache sei, kategorisch entgegenzutreten, um die Bereitschaft der Deutschschweizer, Standarddeutsch zu lernen und anzuwenden, nicht zusätzlich zu vermindern. <a href="Ulrich_Ammon" title="Ulrich Ammon">Ulrich Ammon</a> (1995) vertritt im Gegensatz zu <a href="Arthur_Baur" title="Arthur Baur">Arthur Baur</a> und <a href="Iwar_Werlen" title="Iwar Werlen">Iwar Werlen</a> die Meinung, dass die Ausgebautheit per se der schweizerdeutschen Dialekte nicht Kriterium genug ist, um die schweizerdeutschen Dialekte als eigenständige Sprachen zu bezeichnen. Die mangelnde Standardisiertheit, der zu geringe sprachsystematische Abstand zu den anderen deutschen Varietäten und der Gebrauch der alemannischen Dialekte auch auf bundesdeutschem und österreichischem Terrain erlauben es nicht, Standarddeutsch aus der Sicht von Deutschschweizern als Fremdsprache zu betrachten. Auch <a href="Walter_Haas_(Germanist)" title="Walter Haas (Germanist)">Walter Haas</a> (2004) ist von der diglossischen Situation überzeugt und hält fest, dass es bei der Mundart und der Standardsprache um einen Extremfall der Registervariation handelt: Beide Varianten erfüllen zwei verschiedene stilistische Grundfunktionen, Nähe und Distanz. Außerdem sei die Situation mit der Bilingualismus-Situation mit zwei unähnlichen Sprachen nicht zu vergleichen.<sup id="cite_ref-haegi-scharloth_5-0" class="reference"><a href="#cite_note-haegi-scharloth-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Argumente_in_der_Tendenz_für_Bilingualismus"><span id="Argumente_in_der_Tendenz_f.C3.BCr_Bilingualismus"></span>Argumente in der Tendenz für Bilingualismus</h3></div>
<p><a href="Arthur_Baur" title="Arthur Baur">Arthur Baur</a> (1983: 37–41, 64f.) vertritt die Meinung, dass die Standardsprache in der Schweiz als Fremdsprache einzustufen sei mit der Begründung, dass die schweizerdeutschen Dialekte voll ausgebaut sind. Das heißt, die Dialekte sind so weit entwickelt, dass sie in jeder Kommunikationssituation, wie z.&nbsp;B. in fachlichen oder amtlichen Kontexten, problemlos verwendet werden können. Dass sich die Dialekte so ausbauen konnten, hängt auch damit zusammen, dass das Schweizerdeutsche ein Sprachprestige besitzt und funktional stilistisch differenzieren kann, wie dies bei anderen Nationalsprachen der Fall ist. Darüber hinaus hält Baur fest, dass ein nennenswerter sprachsystematischer Abstand zwischen Dialekt und Standardsprache bezüglich Lautung, Grammatik und Lexik besteht. All diese Eigenschaften der Dialekte lassen ihn zum Schluss kommen, dass die schweizerdeutschen Dialekte als eine eigenständige, voll ausgebaute Sprache zu betrachten sind.<sup id="cite_ref-haegi-scharloth_5-1" class="reference"><a href="#cite_note-haegi-scharloth-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Auch <a href="Roland_Ris" title="Roland Ris">Roland Ris</a> (1990) ist der Ansicht, dass die Bedingungen für eine Diglossiesituation nach dem klassischen Modell von Ferguson mit High- und Low-Variante nicht mehr gegeben sind: „Mit dem Abbau der schichtenspezifischen Markierung beim Gebrauch der Mundart überhaupt und der weitgehenden Neutralisierung ihrer früher stark wahrgenommenen Varietäten einerseits und der Durchlässigmachung der ursprünglich situativen Aufteilung zwischen Hochdeutsch und Mundart andererseits, ist es nicht mehr sinnvoll, das traditionelle Diglossiemodell zu verwenden. Es ist vielmehr davon auszugehen, dass der Deutschschweizer über jedes Thema in fast jeder Situation Mundart spricht. […] Wenn wir diesen Tatbestand möglichst <i>sine ira et studio</i> [ohne Zorn und Eifer] betrachten, müssen wir feststellen, dass die gesprochene Mundart nahezu all die Funktionen wahrnimmt, die anderswo einer gesprochenen Hochsprache zukommen, und das impliziert wiederum, dass das gesprochene Hochdeutsch in der Schweiz im internen Gebrauch nicht mehr als komplementäre Sprachform im Sinne des Diglossiemodells funktioniert, sondern als Zweitsprache im Sinne des Bilingualismusmodells, die man in gewissen Kommunikationssituationen mehr noch verwenden darf als verwenden muss.“<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dessen ungeachtet hält er fest, dass es kein für alle Deutschschweizer verbindliches Sprachgefühl gibt und dass auch anzunehmen ist, dass vor allem für gebildete Ältere oder für solche, die engen Kontakt mit Deutschen haben, nach wie vor das Diglossie-Modell gilt (vgl. Ris 1990: 43–44). Wie Baur kommt auch Iwar Werlen (1998) zum Schluss, dass beide Varietäten voll ausgebaut sind, auch wenn sich Unterschiede bezüglich Literalität und Oralität, Rezeption und Produktion, massenmedialer und persönlicher Gebrauchssituation und bei ihrer Verwendung in In- und Outgroup-Kommunikation feststellen lassen. Er glaubt, das Konzept der Diglossie sei nicht (mehr) angemessen und zieht es vor, den schweizerdeutschen Sprachzustand als asymmetrische Zweisprachigkeit zu bezeichnen (vgl. Hägi/Scharloth 2005). Gleich wie Werlen, glaubt auch Raphael Berthele (2004),<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> dass das Diglossie-Modell nach Ferguson die Deutschschweiz nur ungenügend beschreibt. Außerdem weist er darauf hin, dass die Mehrheit der Deutschschweizer selber Standarddeutsch als Fremdsprache empfindet. Deshalb erscheint es ihm sinnvoller, die deutschsprachige Schweiz anhand des Bilingualismus-Modells zu beschreiben (vgl. Hägi/Scharloth 2005).
</p><p>Die Resultate einer Fragebogenerhebung von Scharloth aus dem Jahr 2003, wonach Deutschschweizer nach ihrem persönlichen Verhältnis und dem der Deutschschweizer allgemein zur Standardsprache befragt wurden, erlauben es, trotz des stichprobenartigen Charakters dieser Untersuchung, einige Tendenzen bei der Selbsteinschätzung und der des Kollektivs herauszulesen. Diese Tendenzen könnten auch als Argument für den Fremdsprachencharakter des Standarddeutschen interpretiert werden. 79 Prozent der Befragten bejahten die Frage, wonach Standarddeutsch für die Deutschschweizer die erste Fremdsprache sei. Nur 6 Prozent der Befragten gaben an, dass in der Schweiz gutes Hochdeutsch gesprochen werde. 76 Prozent attribuierten den Sprechern nur mäßige mündliche Hochsprachkompetenz. Gar 18 Prozent entschieden sich für das Prädikat schlecht. Daraus könnte man ableiten, dass die Zahlen tendenziell eher das Bilingualismus-Modell stützen. Doch auf die Frage, ob denn nun Hochdeutsch für sie persönlich eine Fremdsprache darstelle, bejahten dies nur noch 30 Prozent. Bei der Frage, die einerseits Aufschluss über die Selbsteinschätzung der individuellen mündlichen Kompetenz in der Standardsprache geben und andererseits die Kompetenz des Kollektivs beurteilen soll, waren die Ergebnisse ähnlich gegensätzlich. Folglich kann man sagen, dass der durchschnittliche Deutschschweizer seine eigene Deutschkompetenz höher einstuft als die seiner Mitbürger. Insofern erweist es sich abschließend als fraglich, ob die Selbsteinschätzung der Deutschschweizer als Argument für den Fremdsprachencharakter gültig gemacht werden kann. (vgl. Scharloth 2003)
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Situation_in_den_arabischen_Staaten">Situation in den arabischen Staaten</h2></div>
<p>Im <a href="Arabische_Sprache" title="Arabische Sprache">Arabischen</a> besteht ebenfalls eine deutliche Trennung zwischen Hochsprache und Umgangssprache. Geschriebene Texte, sowohl religiöser als auch <a href="Profan" title="Profan">profaner</a> Art, sind größtenteils im Hocharabischen verfasst. Demgegenüber bedienen sich arabische Muttersprachler im mündlichen Sprachgebrauch größtenteils ihres Dialekts; auch Spielfilme und Lieder sind meist in der Umgangssprache. Diese Trennung (Hocharabisch als geschriebene, Dialekt als gesprochene Sprache) wird in bestimmten Situationen aufgehoben, beispielsweise wenn ein geschriebener Text rezitiert oder eine sprachlich anspruchsvolle Rede gehalten werden soll. Umgekehrt wird der Dialekt in der Volksdichtung oder bei der Wiedergabe von Dialogen in Romanen verschriftlicht, um eine größere Volksnähe bzw. Authentizität auszudrücken.
</p><p>Die Hochsprache verfügt über eine kompliziertere Grammatik als lokale Dialekte – z.&nbsp;B. sind in der Hochsprache <a href="Dual_(Grammatik)" title="Dual (Grammatik)">Dualformen</a> verbreiteter, und auch die Lexik ist teils unterschiedlich. Auch zwischen den einzelnen arabischen Dialekten bestehen Unterschiede, sodass das Hocharabische als Sprache des <a href="Koran" title="Koran">Korans</a> und als gemeinsame Sprache aller Araber weiterhin gelehrt wird. Die Aufspaltung zwischen der <a href="Synthetischer_Sprachbau" title="Synthetischer Sprachbau">synthetisch aufgebauten</a> klassischen <a href="Geschriebene_Sprache" title="Geschriebene Sprache">Schriftsprache</a> und den <a href="Arabische_Dialekte" title="Arabische Dialekte">arabischen Dialekten</a>, die einen <a href="Analytischer_Sprachbau" title="Analytischer Sprachbau">analytischen Sprachbau</a> aufweisen, geht auf die <a href="Islamische_Expansion" title="Islamische Expansion">Ausbreitung des Islams</a> im 7. und 8. Jahrhundert zurück und beruht in erster Linie auf dem Kontakt mit <a href="Mittelgriechisch" class="mw-redirect" title="Mittelgriechisch">Griechisch</a> und <a href="Mittelpersisch" class="mw-redirect" title="Mittelpersisch">Persisch</a> sprechenden Völkern. Bis heute wird jede neue Generation von Arabischsprechern in diese Diglossie hineingeboren.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Friesisch_in_den_Niederlanden">Friesisch in den Niederlanden</h2></div>
<p>Bis die <a href="Westfriesische_Sprache" title="Westfriesische Sprache">Friesische Sprache</a> 1956 offiziell von dem niederländischen Staat als Reichssprache anerkannt wurde, war das Friesische vor allem eine Haus- und Familiensprache. In der <a href="Niederl%C3%A4ndisch-reformierte_Kirche" title="Niederländisch-reformierte Kirche">Kirche</a>, beim Gericht und in der Schule wurde ausschließlich Niederländisch gesprochen und geschrieben. Seit der Anerkennung wurde Friesischsprachigen die Möglichkeit geboten, sich im Justizsystem beim <a href="Rechtbank" title="Rechtbank">Gerechtshof Arnhem-Leeuwarden</a> auch auf Friesisch zu äußern, und die friesische Sprache wurde innerhalb Frieslands auch im Unterricht und in der <a href="Kommunalpolitik" title="Kommunalpolitik">Kommunalpolitik</a> mit dem Standardniederländisch gleichgesetzt.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Aramäische_Diglossie"><span id="Aram.C3.A4ische_Diglossie"></span>Aramäische Diglossie</h2></div>
<p>Auch im <a href="Aram%C3%A4ische_Sprachen" title="Aramäische Sprachen">Aramäischen</a> besteht eine Trennung zwischen Hoch- und Umgangssprache. Im Gebiet des <a href="Tur_Abdin" title="Tur Abdin">Tur 'Abdîn</a> wurde vor den massiven Auswanderungen der dort ansässigen <a href="Aram%C3%A4er_(Christentum)" class="mw-redirect" title="Aramäer (Christentum)">Aramäer</a> die klassisch-<a href="Syrische_Sprache" title="Syrische Sprache">syrische</a> Hochsprache (Kthobonoyo) vor allem als <a href="Sakralsprache" title="Sakralsprache">Kirchensprache</a> und nicht im Alltag verwendet, wohingegen die eigentliche Muttersprache der Bevölkerung das nur gesprochene und allgemein nicht geschriebene, neuostaramäische <a href="Turoyo" title="Turoyo">Ṭuroyo</a> war.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Mit der Außenwelt sprachen die Aramäer die Staatssprache, Türkisch, deren Kenntnis im Alltag unerlässlich war, sowie mit der Mehrheitsbevölkerung im türkischen Südosten Kurdisch. Kthobonoyo wird nicht mehr als Muttersprache gelernt und ist daher als tote Sprache anzusehen, lebt jedoch als eine der „großen Kultursprachen der Menschheit“ in der Wissenschaft weiter, da sie an Universitäten weltweit studiert und erforscht wird und ein umfangreiches Textkorpus in dieser Sprache existiert, und wird als Sprache der syrisch-orthodoxen Kirche nach wie vor im Gottesdienst verwandt.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ṭuroyo hingegen gilt als bedrohte Sprache, da modernes Aramäisch in den Ländern der aramäischen <a href="Diaspora" title="Diaspora">Diaspora</a> einen sehr geringen Status hat, nicht alle Nachkommen der Auswanderer die Sprache ihren Kindern beibringen und Ṭuroyo im Gegensatz zur Sakralsprache eine schriftlose Sprache ist und daher kaum schulisch vermittelt werden kann.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Die_lateinisch-romanische_Diglossie">Die lateinisch-romanische Diglossie</h2></div>
<p>Die lateinisch-romanische Diglossie des <a href="Fr%C3%BChmittelalter" title="Frühmittelalter">frühen Mittelalters</a> hatte auch auf den liturgischen Gesang nachhaltigen Einfluss. Mit der fortschreitenden Herausbildung der <a href="Romanische_Sprachen" title="Romanische Sprachen">romanischen Volkssprachen</a> ab dem 8. Jahrhundert wurde <a href="Latein" title="Latein">Latein</a> im westlichen Europa zunehmend zur erlernten Sakral- und Bildungssprache. Die lautlichen Eigenheiten der jeweiligen Volkssprachen wirkten sich auf die Aussprache des Liturgischen Lateins aus und führten regional zu unterschiedlichen phonetischen und rhythmischen Realisierungen der Gesänge. Dadurch veränderte sich die Akzentuierung und Silbenstruktur der Texte, was wiederum die Singweise beeinflusste und zu erkennbaren regionalen Varianten in der Ausführung des gregorianischen Repertoires führte.
</p><p>In der neueren Forschung wird dieser Zusammenhang als einer der Gründe dafür angesehen, dass sich im <a href="Hochmittelalter" title="Hochmittelalter">Hochmittelalter</a> verschiedene <a href="Neume" title="Neume">Neumierungstraditionen</a> herausbildeten, die den jeweiligen lautlichen Usus widerspiegelten oder zu korrigieren suchten. Dieser Befund wurde in einer Untersuchung der Berlinka-Handschriften hervorgehoben und die Diglossie zwischen sakralem Latein und volkssprachlichem Sprechen als zentrales Movens der unterschiedlichen Verschriftlichungs- und Gesangspraktiken bezeichnet.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Diglossien_in_Literatur_und_Film">Diglossien in Literatur und Film</h2></div>
<p>Der Schriftsteller und <a href="Nobelpreis_f%C3%BCr_Literatur" title="Nobelpreis für Literatur">Literaturnobelpreisträger</a> <a href="Thomas_Mann" title="Thomas Mann">Thomas Mann</a> zeigt in seinem Roman <i><a href="Buddenbrooks" title="Buddenbrooks">Buddenbrooks</a></i> als Randthema die Diglossie der Männer der <a href="L%C3%BCbeck" title="Lübeck">Lübecker</a> Kaufmannsfamilie Buddenbrook im 19.&nbsp;Jahrhundert, die untereinander, in der Familie und im Geschäftsverkehr Hochdeutsch reden, jedoch zu ihren Arbeitern auf <a href="Niederdeutsche_Sprache" title="Niederdeutsche Sprache">Platt</a> sprechen (müssen). Auch die <a href="Buddenbrooks_(2008)" title="Buddenbrooks (2008)">Verfilmung von 2008</a> zeigt dies recht eindrucksvoll.
</p><p><a href="Rheinland" title="Rheinland">Rheinische</a> Diglossien klingen immer wieder an in Werken des Literaturnobelpreisträgers <a href="Heinrich_B%C3%B6ll" title="Heinrich Böll">Heinrich Böll</a>, so zum Beispiel in <i><a href="Ende_einer_Dienstfahrt" title="Ende einer Dienstfahrt">Ende einer Dienstfahrt</a></i>. Diese Novelle ist äußerlich in trockenstem Protokollstil, fast <a href="Juristische_Fachsprache" title="Juristische Fachsprache">Juristendeutsch</a>, geschrieben. Durch Bölls ständige, oft kaum übersetzbare Einsprengsel lebendiger Lokalsprache erhält das Werk eine weitere, oft kabarettistisch anmutende Ebene. Es wird etwa über eine Zeugin, nach umständlicher Vorstellung, im Nebensatz gesagt: „von Verwandten und im Dorf nur ‚die Kroserin‘ genannt“.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Durch den Gegensatz zwischen den auf den Punkt genauen Worten des <a href="Ripuarische_Dialekte" title="Ripuarische Dialekte">ripuarischen Dialekts</a> und ihren erkennbar mühseligen Annäherungen durch Erklärung und Umschreibungen in der noch sehr preußischen Obrigkeitssprache der späten 1950er- und frühen 1960er-Jahre erschließt sich die Diglossiesituation des <a href="K%C3%B6ln" title="Köln">Kölner</a> Umlandes dieser Zeit, ohne die eine Erzählung in der Art unmöglich gewesen wäre.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Charles_A._Ferguson" title="Charles A. Ferguson">Charles A. Ferguson</a>: <cite style="font-style:italic">Diglossie</cite>. In: <cite style="font-style:italic">Anwendungsbereiche der Soziolinguistik</cite>. Darmstadt 1982, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>253–276</span> (Übersetzung von: <i>Diglossia.</i> In: <i>Word. Journal of the Linguistic Circle of New York.</i> 15, 1959, S.&nbsp;325–340).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Diglossie&amp;rft.atitle=Diglossie&amp;rft.au=Charles+A.+Ferguson&amp;rft.btitle=Anwendungsbereiche+der+Soziolinguistik&amp;rft.date=1982&amp;rft.genre=book&amp;rft.pages=253-276&amp;rft.place=Darmstadt" style="display:none">&nbsp;</span></li>
<li><a href="Joshua_Fishman" title="Joshua Fishman">J. A. Fishman</a>: <cite style="font-style:italic">Bilingualism with and without Diglossia; Diglossia with and without Bilingualism</cite>. In: Society for the Psychological Study of Social Issues (Hrsg.): <cite style="font-style:italic">Journal of Social Issues</cite>. Blackwell Publishers for the Society for the Psychological Study of Social Issues, Malden, MA [etc.] 1967.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Diglossie&amp;rft.atitle=Bilingualism+with+and+without+Diglossia%3B+Diglossia+with+and+without+Bilingualism&amp;rft.au=J.+A.+Fishman&amp;rft.btitle=Journal+of+Social+Issues&amp;rft.date=1967&amp;rft.genre=book&amp;rft.place=Malden%2C+MA+%5Betc.%5D&amp;rft.pub=Blackwell+Publishers+for+the+Society+for+the+Psychological+Study+of+Social+Issues" style="display:none">&nbsp;</span></li>
<li>Nicole Eilinger-Fitze: <cite style="font-style:italic">Oh, dieses Schweizerdeutsch!</cite> Eine heitere und unterhaltsame Betrachtung der Sprache unserer Nachbarn. 1. Auflage. Conrad Stein, Welver 2007, ISBN 978-3-86686-912-7.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Diglossie&amp;rft.au=Nicole+Eilinger-Fitze&amp;rft.btitle=Oh%2C+dieses+Schweizerdeutsch%21&amp;rft.date=2007&amp;rft.edition=1.&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=9783866869127&amp;rft.place=Welver&amp;rft.pub=Conrad+Stein" style="display:none">&nbsp;</span></li>
<li><a href="Csaba_F%C3%B6ldes" title="Csaba Földes">Csaba Földes</a>: <cite style="font-style:italic">Kontaktdeutsch. Zur Theorie eines Varietätentyps unter transkulturellen Bedingungen von Mehrsprachigkeit</cite>. Narr, Tübingen 2005, ISBN 3-8233-6160-0 (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.foeldes.eu/sites/default/files/Kontaktdeutsch.pdf">foeldes.eu</a> [PDF]).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Diglossie&amp;rft.au=Csaba+F%C3%B6ldes&amp;rft.btitle=Kontaktdeutsch.+Zur+Theorie+eines+Variet%C3%A4tentyps+unter+transkulturellen+Bedingungen+von+Mehrsprachigkeit&amp;rft.date=2005&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=3823361600&amp;rft.place=T%C3%BCbingen&amp;rft.pub=Narr" style="display:none">&nbsp;</span></li>
<li><a href="D%C3%B6rte_Hansen" title="Dörte Hansen">Dörte Hansen-Jaax</a>: <cite style="font-style:italic">Transfer bei Diglossie</cite>. Synchrone Sprachkontaktphänomene im Niederdeutschen. Kovač, Hamburg 1995, ISBN 3-86064-292-8 (Zugleich <a href="Dissertation" title="Dissertation">Dissertation</a> an der <a href="Universit%C3%A4t_Hamburg" title="Universität Hamburg">Universität Hamburg</a>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Diglossie&amp;rft.au=D%C3%B6rte+Hansen-Jaax&amp;rft.btitle=Transfer+bei+Diglossie&amp;rft.date=1995&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=3860642928&amp;rft.place=Hamburg&amp;rft.pub=Kova%C4%8D" style="display:none">&nbsp;</span></li>
<li><cite style="font-style:italic">Prozesse kultureller Integration und Desintegration</cite>. Deutsche, Tschechen, Böhmen im 19. Jahrhundert. In: <a href="Steffen_H%C3%B6hne" title="Steffen Höhne">Steffen Höhne</a>, <a href="Andreas_Ohme" title="Andreas Ohme">Andreas Ohme</a> (Hrsg.): <cite style="font-style:italic">Veröffentlichungen des <a href="Collegium_Carolinum_(Institut)" title="Collegium Carolinum (Institut)">Collegium Carolinum</a></cite>. 1. Auflage. <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>103</span>. Oldenbourg, München 2005, ISBN 3-486-57588-0.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Diglossie&amp;rft.atitle=Prozesse+kultureller+Integration+und+Desintegration&amp;rft.btitle=Ver%C3%B6ffentlichungen+des+Collegium+Carolinum&amp;rft.date=2005&amp;rft.edition=1.&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=3486575880&amp;rft.place=M%C3%BCnchen&amp;rft.pub=Oldenbourg&amp;rft.volume=103" style="display:none">&nbsp;</span></li>
<li>Georg Kremnitz: <cite style="font-style:italic">Gesellschaftliche Mehrsprachigkeit</cite>. Institutionelle, gesellschaftliche und individuelle Aspekte. Ein einführender Überblick. Braumüller, Wien 1994, ISBN 3-7003-1071-4.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Diglossie&amp;rft.au=Georg+Kremnitz&amp;rft.btitle=Gesellschaftliche+Mehrsprachigkeit&amp;rft.date=1994&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=3700310714&amp;rft.place=Wien&amp;rft.pub=Braum%C3%BCller" style="display:none">&nbsp;</span></li>
<li>Felicity Rash: <cite style="font-style:italic">Die deutsche Sprache in der Schweiz</cite>. Mehrsprachigkeit, Diglossie und Veränderung. 1. Auflage. Lang, Bern 2002, ISBN 3-906768-94-5 (Englische Ausgabe unter dem Titel: <i>The German Language in Switzerland</i>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Diglossie&amp;rft.au=Felicity+Rash&amp;rft.btitle=Die+deutsche+Sprache+in+der+Schweiz&amp;rft.date=2002&amp;rft.edition=1&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=3906768945&amp;rft.place=Bern&amp;rft.pub=Lang" style="display:none">&nbsp;</span></li>
<li><a href="Ursula_Reutner" title="Ursula Reutner">Ursula Reutner</a>: <i>Vers une typologie pluridimensionnelle des francophonies.</i> In: Ursula Reutner: <i>Manuel des francophonies.</i> De Gruyter, Berlin/Boston 2017, ISBN 978-3-11-034670-1, S. 9–64.</li>
<li>Ute Schleiff: <cite style="font-style:italic">Religion in anderer Sprache</cite>. Entstehung, Bewahrung und Funktion religiös bedingter Diglossie. 1. Auflage. Logos, Berlin 2005, ISBN 3-8325-0978-X.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Diglossie&amp;rft.au=Ute+Schleiff&amp;rft.btitle=Religion+in+anderer+Sprache&amp;rft.date=2005&amp;rft.edition=1&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=383250978X&amp;rft.place=Berlin&amp;rft.pub=Logos" style="display:none">&nbsp;</span></li>
<li><a href="Boris_Andrejewitsch_Uspenski" title="Boris Andrejewitsch Uspenski">Boris Andrejewitsch Uspenski</a>: <cite class="lang" lang="ru" dir="auto" style="font-style:italic">Diglossija i dvujazyčie v istorii russkogo literaturnogo jazyka</cite>. [Diglossie und Zweisprachigkeit in der Geschichte der russischen Literatursprache]. In: Morris Halle (Hrsg.): <cite class="lang" lang="ru" dir="auto" style="font-style:italic">International Journal of Slavic Linguistics and Poetics</cite>. <span style="white-space:nowrap">Nr.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>27</span>. Slavica Publ., Columbus, Ohio 1983, ISBN 0-89357-118-0, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>81–126</span> (russisch).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Ajournal&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Diglossie&amp;rft.atitle=Diglossija+i+dvujazy%C4%8Die+v+istorii+russkogo+literaturnogo+jazyka&amp;rft.au=Boris+Andrejewitsch+Uspenski&amp;rft.date=1983&amp;rft.genre=journal&amp;rft.isbn=0893571180&amp;rft.issue=27&amp;rft.jtitle=International+Journal+of+Slavic+Linguistics+and+Poetics&amp;rft.pages=81-126&amp;rft.place=Columbus%2C+Ohio&amp;rft.pub=Slavica+Publ." style="display:none">&nbsp;</span></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Diglossie" class="extiw external" title="wikt:Diglossie">Wiktionary: Diglossie</a></b>&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Claudia Maria Riehl: <i>Sprachkontaktforschung. Eine Einführung.</i> Narr, Tübingen 2004, ISBN 3-8233-6013-2, S.&nbsp;15.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Kanton-Aargau-verbietet-Hochdeutsch-im-Kindergarten/story/15803415"><i>Kanton Aargau verbietet Hochdeutsch im Kindergarten</i></a> Artikel auf tagesanzeiger.ch vom 18. Mai 2014</span>
</li>
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